Schreibtipp des Monats

November 2020: Darüber reden hilft

Manchmal will das mit dem Schreiben nicht so recht klappen: die Sätze sind zu lang, die Formulierungen umständlich und die Argumentation dreht sich im Kreis. Dabei wissen Sie eigentlich genau, was Sie sagen wollen, aber auf dem Papier klingt es irgendwie anders. Unser Tipp: Wechseln Sie vom Schreiben zum Reden! Stellen Sie sich eine Person vor, die von Ihrem Thema keine Ahnung hat, z.B. Ihre Großmutter oder den sechsjährigen Sohn Ihrer Freundin. Nun erklären Sie dieser Person in ganz einfachen Worten, worüber Sie schreiben, was Sie herausfinden möchten, wie Sie es herausfinden möchten und was Sie daran spannend finden. Wenn Sie möchten, können Sie sich auch dabei aufnehmen. Ist es Ihnen gelungen, Ihre Gedanken mühelos zu formulieren? Dann versuchen Sie es nochmal mit dem Schreiben, bleiben Sie dabei aber möglichst nahe an der gesprochenen Sprache.

 

Oktober 2020: Arbeitsplatz gestalten

Manche schreiben zu Hause, andere gehen lieber in die Bibliothek oder ins Kaffeehaus. Sicher ist aber: eine kreative Tätigkeit wie das Schreiben braucht eine inspirierende Umgebung. Denn ein Ort, an dem Sie sich wohlfühlen, ist die Voraussetzung dafür, dass Sie konzentriert und zugleich entspannt arbeiten können. Inspizieren Sie Ihren gewohnten Arbeitsplatz: Passen die Lichtverhältnisse? Haben Sie genug Ablagefläche? Wie sieht es mit Hintergrundgeräuschen aus? Können Sie ungestört und ohne Ablenkungen arbeiten?
Hilfreich ist es auch, zwischendurch einmal den Arbeitsplatz zu wechseln. Sie müssen dazu nicht einmal die Wohnung verlassen, oft reicht es schon, den Schreibtisch gegen die Couch zu tauschen.

 

September 2020: In kleine Portionen teilen

Die Abschlussarbeit türmt sich wie ein unüberwindbarer Berg vor Ihnen auf? Unser Tipp: Gehen Sie kleine Etappen! Sich mit dem Vorsatz „Ich schreibe heute an meiner Diplomarbeit“ an den Schreibtisch zu setzen, führt oft direkt in die Schreibblockade. Formulieren Sie stattdessen klar abgegrenzte Schreibaufgaben: „Ich schreibe heute die Überleitung zwischen Kapitel 2 und 3 und überlege mir anhand von Stichworten eine Struktur für Kapitel 3“. Solche Aufgaben lassen sich leichter bewältigen und bringen Sie Schritt für Schritt Ihrem Ziel näher.

 

Juli 2020 : Freewriting

Es ist neun Uhr morgens. Der Kaffee dampft, der Laptop ist hochgefahren, und alles ist zum Schreiben bereit. Sie müssen nur noch anfangen.

Doch wie? Beginnen Sie doch einmal mit einem Freewriting, um in den Schreibfluss zu kommen! Nehmen Sie ein Blatt Papier und einen Stift zur Hand. Wenn Sie lieber am Computer arbeiten, stellen Sie die Schriftart auf weiß ein. Setzen Sie sich ein Zeitlimit von ca. 5 Minuten (Wecker stellen!). Und los geht’s. Schreiben Sie, ohne zu unterbrechen, alles auf, was Ihnen gerade durch den Kopf geht. Der Stift bleibt ständig in Bewegung. Lesen Sie nicht, was Sie geschrieben haben und zensurieren Sie nichts. Wenn Ihnen gerade nichts einfällt, schreiben Sie: „Mir fällt nichts ein“, solange bis neue Gedanken kommen. Sie werden erstaunt sein, wie viel Text Sie in kurzer Zeit produzieren können.

 

Juni 2020 : Notizbuch

Die besten Ideen kommen meist dann, wenn man am wenigsten damit rechnet: in der U-Bahn, beim Anstellen an der Supermarktkasse, abends in der Badewanne … Das ist ganz natürlich. Denn für den freien Fluss der Gedanken ist nichts schädlicher, als vor dem Laptop zu sitzen und auf den Bildschirm zu starren.

Unser Tipp daher: Tragen Sie stets ein kleines Notizbuch bei sich, in das sie spontane Einfälle sofort notieren. Festhalten können Sie darin nicht nur Ideen, Argumente oder Fragen zu Ihrem Thema, sondern auch besonders gelungene Formulierungen, auf die Sie zufällig beim Lesen von Fachliteratur gestoßen sind.