Aktivitäten an der mdw zu Open Access (Archiv)

 

5. Dezember 2018, 17.00 Uhr, Lesesaal der ub.mdw

Präsentation von pub.mdw, der Open Access Publikationsplattform der mdw
Was ist Open Science und zu welchem Ende ist science open?
Vannessa Hannesschläger, ÖAW

“Open Science [is] just science done right”: So erklären Melanie Imming und Jon Tennant eine disziplinenunabhängige und mittlerweile zunehmend institutionalisierte Strömung der Forschung im digitalen Raum, die unter dem Begriff “offene Wissenschaft” zusammengefasst wird.

Diese “Richtigkeit” der offenen, das heißt: in allen Phasen des Forschungsprozesses für alle zugänglichen Forschung hat eine praktische und eine ideologische Komponente. Wenn nicht nur Endergebnisse in durch Verlage veröffentlichten Aufsätzen in käuflich zu erwerbenden Büchern und analogen oder digitalen Zeitschriften zugänglich sind, sondern auch alle Materialien und Unterlagen, die auf dem Weg zu diesen Ergebnissen entstehen (etwa Forschungsdaten, aber auch vorläufige und später vielleicht falsifizierte Hypothesen), dann müssen diese Nebenprodukte wesentlich besser ausgearbeitet und dokumentiert werden, als Forschende das bei der Arbeit “im stillen Kämmerlein” für gewöhnlich tun. Daher muss die Arbeit “done right”, oder auf österreichisch: “g’scheit gemacht” werden. “Right” ist an offener Wissenschaft aber auch, dass ein mit öffentlichen Geldern finanzierter Prozess und seine Ergebnisse allen, die dafür bezahlt haben, zugänglich sein sollten - jenen also, die Steuern bezahlen, also: alle.

Präsentation der Plattform durch Maximilian Sbardellati, Stefan Szepe, Therese Kaufmann, Christoph Steiger, Michael Staudinger

Vannessa Hannesschläger completed her studies in German Language and Literature at the University of Vienna with a diploma thesis on Peter Handke. She gained experience in working with archival material in a digital context in online projects on Peter Handke and Ernst Jandl, which inspired her interest in standardization and preservation of (meta)data, digitization processes, and the semantic web’s potential benefits for the arts and humanities. Her research focuses on digital editing/text encoding, controlled vocabularies, (digital) archival theory, (biographical) data modelling, digital legal issues, and transdisciplinary research. 

 

9. März 2017, 18.30 Uhr, Lesesaal der ub.mdw

Open Data. Vorträge und Diskussion
Von Daten und Werken. Dynamiken des freien Zugangs
Felix Stalder, ZHdK

"Open Data" steht gemeinsam mit "Open Access" und "Freien Lizenzen" für den umfassenden Wandel des Zugangs zu und des Umgangs mit Informationen. Nutzer_innen werden nicht nur als Konsument_innen entworfen, sondern auch als Produzen_innen. Solange es sich bei den Informationen um Daten handelt, ist dieser Prozess vergleichsweise unkontrovers. Wenn diese Informationen aber kulturelle und künstlerische Werke sind, dann kommen komplexere kulturelle Fragen nach "Werkintegrität" und "Autorschaft" mit ins Spiel. Diese sollten aktiv mitreflektiert werden, denn sie sind - wie "Open Data" - Teil der Veränderung der kulturellen Landschaft unter den Bedingungen der Digitalität.

Open Data im Kontext aktueller Politiken und Diskurse
Michela Vignoli, AIT

Michela Vignoli präsentiert aktuelle Entwicklungen und Initiativen im Bereich von Open Data auf nationaler und europäischer Ebene. Ihr Beitrag reflektiert diese im Zusammenhang mit aktuellen Diskursen um Open Innovation an Open Science im Kontext der Geistes-, Sozial-, Kunst- und Kulturwissenschaften.

Moderation: Peter Tschmuck, Insitut für Kulturmanagement und Gender Studies (IKM)

Vortragende:

Felix Stalder ist Professor für Digitale Kultur und Theorien der Vernetzung in Zürich, Vorstandsmitglied des World Information Institute in Wien und langjähriger Moderator der internationalen Mailingliste <nettime>. Er beschäftigt sich mit dem Wechselverhältnis von Gesellschaft, Kultur und Technologien, und forscht u.a. zu Netzkultur, Urheberrecht, Commons, Privatsphäre, Kontrollgesellschaft und Subjektivität.

Michela Vignoli ist Open Science Expertin am AIT Austrian Insitute of Technology. im H2020 Projekt OpenUP erforscht und erprobt sie neue Ansätze wissenschaftlicher Kommunikation über traditionelle Kommunikations-Channels hinaus, sowie alternative Peer Review Methoden. Sie ist nominiertes Mitglied der EU High-Level Advisory Group Open Science Policy Platform.